7. September 2026

Neue Zahlen enthüllen: „Unter uns“ zuletzt nur noch bei rund 600.000 Zuschauern

Neue AGF-Zahlen zeigen: „Unter uns“ erreichte zuletzt linear nur noch etwas mehr als 600.000 Menschen. Der Quotenschwund dürfte ein wesentlicher Faktor für die RTL-Entscheidung gewesen sein.

Unter uns – offizielles Serienlogo auf orangefarbenem Hintergrund
Bild: RTL / offizielle Pressemitteilung. · Bildquelle ↗

Neue Reichweitenzahlen zeichnen ein deutliches Bild: „Unter uns“ erreichte zuletzt im linearen Fernsehen im Schnitt nur noch etwas mehr als 600.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Noch 2022 lag die RTL-Daily im Jahresschnitt nahe an der Marke von einer Million. Der deutliche Rückgang dürfte bei der Entscheidung von RTL, die Produktion Ende 2026 nicht fortzuführen, eine wesentliche Rolle gespielt haben.

Das OK! Magazin greift die aktuellen Zahlen auf und stellt die Frage, ob die schwächeren Quoten der wahre Grund für das angekündigte Ende der Schillerallee bei RTL sind. Die zugrunde liegende Auswertung stammt von DWDL und basiert auf Daten der AGF Videoforschung.

Von fast einer Million auf rund 600.000

Der Langzeittrend ist klar: 2022 kratzte „Unter uns“ im Jahresschnitt noch an der Marke von einer Million Zuschauerinnen und Zuschauern. Zuletzt waren es im linearen Fernsehen nur noch etwas mehr als 600.000. Auch in der klassischen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag die Reichweite zuletzt häufig unter 100.000.

Nach der Bekanntgabe des Produktionsendes kam es laut der Auswertung zunächst ebenfalls zu keiner Trendwende. In der darauffolgenden Woche lag die durchschnittliche lineare Reichweite sogar nur bei etwas mehr als 500.000 Menschen.

Hat der Quotenschwund das Aus verursacht?

Die neuen Zahlen machen nachvollziehbar, warum die Reichweitenentwicklung für RTL ein wichtiger Faktor gewesen sein dürfte. Einen einzigen, offiziell bestätigten Grund gibt es jedoch nicht. RTL nennt für die Entscheidung mehrere Punkte: veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen für tägliche fiktionale Programme, die Entwicklung der Nutzung sowie die zukünftige Ausrichtung der Programmstrecke.

Damit wäre es zu kurz gegriffen, die rund 600.000 Zuschauer als alleinigen Kündigungsgrund darzustellen. Gleichzeitig zeigen die Daten deutlich, dass der lineare Zuschauerschwund ein ernstes Problem für die Serie geworden war und offenbar in die Gesamtentscheidung eingeflossen ist.

Und trotzdem: 600.000 Menschen sind nicht „niemand“

Für unsere Initiative ist genau diese Einordnung wichtig. Rund 600.000 lineare Zuschauerinnen und Zuschauer bedeuten weiterhin Hunderttausende Menschen, die regelmäßig einschalten. Hinzu kommt die zeitversetzte Nutzung über RTL+ und andere VOD-Wege. Schon im März 2026 hatte RTL für „Unter uns“ einen besonders starken VOD-Wochenwert von 291.000 Menschen gemeldet.

Lineare Reichweiten und VOD-Werte sind unterschiedliche Messgrößen und dürfen nicht einfach addiert werden. Sie zeigen aber gemeinsam, dass die Marke weiterhin ein Publikum erreicht. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Muss sinkende lineare Nutzung nach 32 Jahren automatisch das endgültige Ende bedeuten – oder gibt es ein tragfähiges neues Modell?

Genau jetzt muss die Größe der Fangemeinschaft sichtbar werden

UFA hat angekündigt, Zukunftsperspektiven für die Marke zu prüfen. Damit ist die Geschichte noch nicht zwangsläufig beendet. Eine Fortführung über RTL+, einen anderen Sender, einen neuen Partner oder ein angepasstes Produktions- und Veröffentlichungsmodell wäre zumindest eine Möglichkeit, die ernsthaft geprüft werden sollte.

Einschaltquoten dokumentieren, wie viele Menschen zuletzt auf einem bestimmten Weg zugeschaut haben. Unsere Petition soll sichtbar machen, wie viele Menschen eine Zukunft für „Unter uns“ wollen.


Quellen

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